Bereits vor der Corona-Pandemie regte eine damals im Klinkengrund wohnhafte Frau an, auch im Klinkengrund eine öffentliche Büchertauschzelle zu installieren. Schon in den Jahren 2019/20 griff die damalige Quartiersmanagerin die wertvolle Idee auf und „ging in die Spur😉“.

Denn ein öffentlicher Bücherschrank ist eine tolle Initiative, die es ermöglicht, Bücher frei zugänglich in der Öffentlichkeit zu teilen. Er funktioniert ähnlich wie eine kleine Bibliothek im Freien, bei der Menschen Bücher hineinstellen und auch mitnehmen können.
Sicher gibt es zahlreiche Vorteile solch eines Schrankes, der den Zugang zu Büchern für alle erleichtern kann; hilft, das Lesen in Büchern und die Bücher selbst zu erhalten und ein Gegengewicht zum vielen Medienkonsum wie Fernsehen, Internet oder soziale Netzwerke bilden kann.
Am geplanten Aufstellort im verkehrsberuhigten Bereich der Goethestraße gibt es bereits jetzt Sitznischen mit Bänken; Verweil- Möglichkeiten, welche bei schönem Wetter sogar zum Lesen gleich vor Ort einladen.
Die bereits fortgeschrittene Vorarbeit von Frau Näther wurde zeitnah nach dem Mitarbeiterwechsel Ende 2021 wieder aufgegriffen.
Monatelang stand „unser“ Kaufwunsch einer Telefonzelle Typ TelH90 bei der zuständigen Telekommitarbeiterin auf der Warteliste.
Im Juni 2023! gelang es endlich, ein auf dem Telekom-Lager in Michendorf abgelagertes ausgedientes Telefonhäuschen zu erwerben.
Mittlerweile war aber bereits so viel Zeit vergangen, dass ehemals Interessierte entweder aus dem Stadtteil weggezogen waren oder aus Altersgründen ihre Aktivitäten verringerten.
Neue mögliche Paten wurden aber gefunden. Auch mit der KITA „Tausendfüssler“, die das Projekt ebenfalls schätzt, wurden „Nutzungs-Pläne“ geschmiedet.
Eine „KITA-Mutter“ begeisterte sich für die Idee und stellte den notwendigen Verfügungsfonds-Antrag, damit die Zelle, der Um- und Ausbau, der Transport und das Aufstellen finanziert werden können.
Das Quartiersgremium tagte im Juli 2023 und stimmte dem Antrag und der schönen Idee einstimmig zu.
Mit einer nahe Potsdam (damals) ansässigen Firma, welche sich auf Aufbereitungen ehemaliger Telefonzellen und deren Umwidmung hin zu öffentlichen Bücherschränken spezialisiert hatte, wurde ein Generalvertrag geschlossen: Abholung vom Telekom-Lager, Umbau der Zelle hin zu einem Outdoor-Bücherschrank, Transport und Aufbau im Klinkengrund.
Dieser Vertrag wurde bis heute seitens der Firma I. nicht ausgeführt. Es folgten monatelanges Nachhaken, Vertrösten und dann im Jahr 2024 die Information, dass Insolvenz angemeldet wurde.
Nach Rücksprache mit dem Insolvenzverwalter sind die Telefonzellen noch immer auf einem vom Amtsgericht abgesperrten und versiegelten, mit Mietschulden in 5stelliger Höhe belasteten Lager- Gelände vorzufinden. Noch mindestens weitere 30 bis 40, teilweise liegend übereinandergestapelte T.- Häuschen fristen dort ihrem Dasein.
Weiterhin ist die Stadtverwaltung mit geduldigem Nachfragen „am Ball“, um endlich die stadteigene Telefonzelle herausgegeben zu bekommen.Leider bisher erfolglos.
i.A. Dana Forderer, Quartiersmanagement