Winterliche Herausforderungen auch im Klinkengrund

Der im Vergleich zu den letzten Jahren ungewöhnlich kalte, weiße und von starker GlĂ€tte geprĂ€gte Winter stellte auch den Klinkengrund und die hier lebenden Menschen vor besondere Herausforderungen. Schnee, Eis und unsichere Wege wirkten sich spĂŒrbar auf den Alltag aus – auch auf die Nutzung des Begegnungsraums “Klinke 1”.

Die “Klinke 1” ist als Anwohnertreff gedacht und verfĂŒgt bisher ĂŒber einen gemeinsamen Begegnungsraum mit zusĂ€tzlicher einfacher KĂŒche. Seit Jahren ist die Quartiersmanagerin mit viel Geduld, fortdauerndem ErklĂ€ren, Engagement und Ermutigung darum bemĂŒht, die Bewohner:innen des Klinkengrunds zu aktivieren, eigene Ideen umzusetzen und Verantwortung fĂŒr gemeinschaftliche Angebote zu ĂŒbernehmen.

Vorsicht statt Begegnung

Die winterlichen Bedingungen fĂŒhrten jedoch dazu, dass insbesondere Ă€ltere Nutzerinnen vorsorglich lieber zu Hause blieben. BewĂ€hrte Angebote wie das “Plauder- StĂŒbchen” oder die “Bastelrunde” wurden in dieser Zeit seitens der Leitungen abgesagt, da z.B. Wege als zu unsicher empfunden wurden. Die KĂ€lte und GlĂ€tte machten deutlich, wie abhĂ€ngig niedrigschwellige Begegnungsangebote von Ă€ußeren UmstĂ€nden sein können – und wie schnell soziale Kontakte dadurch ins Stocken geraten.

VerÀnderungen bei den Bildungsangeboten

Auch innerhalb der Angebote der KVHS (Deutsch-Lern-Werkstatt und Grundbildungszentrum) gab es viel kurzfristige VerĂ€nderung. Drei LehrkrĂ€fte wechselten in andere berufliche TĂ€tigkeiten/Örtlichkeit oder gingen in den Ruhestand. Gleichzeitig traten drei neue Begleiterinnen ihre Arbeit an, die sich nun in die UnterrichtsrĂ€umlichkeiten, die Gegebenheiten vor Ort und die BedĂŒrfnisse der Teilnehmenden einarbeiten. Diese personellen VerĂ€nderungen bedeuten einerseits frische Impulse und auch eine zeitliche Verbesserung fĂŒr Teilnehmer:innen, erfordern andererseits aber Abstimmung und Zeit fĂŒr ein gutes Ankommen.

Umbau in Sicht – Planung auf Zeit

Erschwerend fĂŒr jegliche lĂ€ngerfristige Planung wirkt zudem der Umstand, dass der seit Jahren geplante Umbau der “Klinke 1” nun fĂŒr Mai 2026 vorgesehen ist. Sollte dieser Starttermin tatsĂ€chlich eingehalten werden können, wĂ€re dies eine lang erwartete und mit viel Geduld erhoffte Entwicklung. Gleichzeitig bedeutet der bevorstehende Umbau, dass derzeit nur kurzfristige Initiativen möglich sind und grĂ¶ĂŸere neue Vorhaben bewusst zurĂŒckgestellt werden mĂŒssen.

Diese Situation trifft auf ein nach wie vor eher zurĂŒckhaltendes eigenes Engagement vieler Klinkengrunder:innen – eine weitere Herausforderung fĂŒr die Belebung des Begegnungsraums.

Blick nach vorn: Mitmachen erwĂŒnscht

Umso gespannter richtet sich der Blick auf das Nutzer:innen‑Treffen mit anschließendem „Suppenklatsch“ fĂŒr interessierte Bewohner:innen des Stadtteils, das am 23. Februar 2026 im Begegnungsraum stattfindet. Hier soll gemeinsam ins GesprĂ€ch gekommen werden:
Wer macht mit und packt an ? (Auch bei den wiederum geplanten MĂŒllsammel-Aktionen im Klinkengrund, bei der Festlichkeit “Bad Belzig spielt”, welche am “Tag der Nachbarschaft”stattfinden soll und bei anderem mehr.)
Wer ist bereit, kleine Verantwortlichkeiten zu ĂŒbernehmen?
Auf wen kann man zĂ€hlen – und wer bringt vielleicht eigene Ideen und Interessen mit, die gemeinsam mit anderen umgesetzt werden möchten?

Gerade in Zeiten von VerĂ€nderungen, Unsicherheiten und Ă€ußeren EinschrĂ€nkungen zeigt sich, wie wichtig gegenseitige UnterstĂŒtzung, Offenheit und Mitgestaltung sind. Die “Klinke 1” bietet dafĂŒr weiterhin Raum – sie lebt von den Menschen, die ihn nutzen.

Dana Forderer

Quartiersmanagerin des Klinkengrundes

Quartiersmanagement

Dana Forderer
klinke1

Hans-Marchwitza-Str. 1
14806 Bad Belzig

ACHTUNG NEU: 01515 8427748
  qm@soziale-stadt-klinkengrund.de

Öffnungszeiten
Dienstag 10 – 12 Uhr
Donnerstag 13 – 15 Uhr

Stadt Bad Belzig

Herr Bein
Wiesenburger Str.6
14806 Bad Belzig

  033841 / 94-705
  bauverwaltung@bad-belzig.de

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